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  • Tobias Kleine

Über die Schulter geschaut

Letzte Woche waren wir in der eparo Produktreiferei für einen UX-Test. Wir konnten beobachten, wie 10- bis12-Jährige unseren TechAtom-Prototyp ausprobieren ohne dabei von uns direkt angeleitet oder begleitet zu werden.

Mit diesem schönen Einstieg starten wir unseren Blog auf dem ihr in regel- oder unregelmäßigen Abständen immer wieder Neuigkeiten von uns lesen werdet.



eparo Logo

Die Produktreiferei ist ein Angebot von eparo, einem Hamburger Unternehmen das sich auf User-Research für digitale Produkte spezialisiert hat. Für die Produktreiferei bewerben können sich StartUps, um in einem kostenlosen UX-Test herauszufinden, wie ihr Konzept bei den Nutzern ankommt. Wir freuen uns sehr, dass wir ausgewählt wurden und den Test machen durften.



TechAtom Prototyp
Unser Prototyp für den Test

Was wollten wir herausfinden?

Spannend für uns war vor allem die Frage, ob TechAtom für Kinder interessant und verständlich ist und ob sie sich die Steine zum Spielen wünschen würden.

In den letzten Monaten haben wir einen funktionierenden Prototyp entwickelt, der eine gute Idee von dem Spielerlebnis mit TechAtom vermittelt und die Basis für das spätere Produkt sein soll. Bei dem Test durften drei Kinder möglichst frei damit spielen und wurden dabei von Johanna zu ihren Gedanken befragt.




eparo Testraum
Es geht los... Hier dürfen die Teilnehmer gleich spielen

Beim Spielen wurden die Kinder befragt und zur Auswertung auf Video aufgenommen. Nach einer etwas allgemeineren Vorbefragung war die Nervosität spätestens dann verschwunden, als die Teilnehmer den Prototyp zum Ausprobieren bekamen. Beim Beobachten war unsere Aufregung dafür umso größer, weil wir sicher nicht verschont worden wären, wenn es den Teilnehmern nicht gefallen hätte.





Screenshot des Intro-Videos
In einem kurzen Video erklären wir TechAtom

Nach dem ersten Eindruck haben die Teilnehmer ein kurzes Erklärvideo gezeigt bekommen, in dem ich ihnen ein paar Hinweise gebe und die Grundlagen für den Einstieg erkläre. Neben gebanntem Zuhören war vor allem der Wunsch zum Weiterspielen zu sehen. Waren die Erklärungen schuld oder der Drang zum Spielen einfach größer?





Laminierte Anleitungen
Mit den Anleitungen ist der Einstieg leichter

Um das Erlebnis so realistisch wie möglich zu machen, haben wir auch eine erste Version der Anleitung den Kindern angeboten. Dort konnten die Kinder Beispiele zum Nachbauen und Detailerklärungen finden.

Alle Beobachtungs-Interviews waren zwischen 45 und 60 Minuten lang. Nicht viel Zeit um sich in die Welt von TechAtom reinzudenken! Trotzdem haben alle Kinder es geschafft mindestens zwei der Beispiele aufzubauen und deren Funktionsweise zu verstehen.




Miro-Board Screenshot
Sammlung der Erkenntnisse auf Miro

Die eigentliche Auswertung hat dann einen Tag nach dem Nutzer-Test als Zoom-Event stattgefunden. Eingeladen waren UXler, Produktmenschen und alle, die Interesse hatten einen User-Test mitzumachen. Für uns eine tolle Gelegenheit neben unseren eigenen Beobachtungen noch die Meinungen von Experten zu bekommen. Wir haben kollaborativ auf einem Miro-Board gearbeitet und dort unsere Beobachtungen und Erkenntnisse gesammelt. Wer Miro noch nicht kennt, dem kann ich für Workshop-Formate unbedingt empfehlen, sich das anzuschauen. Die Menge an Erkenntnissen war so groß, dass wir am Event-Abend nicht alles besprechen konnten. Aber wir konnten aus den Notizen auch im Nachhinein noch viel mitnehmen.


Was haben wir herausgefunden?

Beim ersten Blick auf die Steine haben wir leuchtende Augen, aber auch ein paar kleine Fragezeichen gesehen. Was ist das? Was mache ich damit? Das ist soweit sicher erstmal normal für ein Spielzeug, das man noch nicht kennt.

Die Frage ist vor allem was danach passiert. Die Kinder hatten kaum Berührungsängste, konnten das Steckprinzip schnell adaptieren und haben Erfolgserlebnisse beim Spielen gehabt.

Programmierung ist aber etwas, das man erstmal verstehen muss. Mit den Inhalten, die den Kindern helfen dies zu verstehen, sind wir noch am Anfang. Das haben wir bei dem Test wieder gemerkt und die Wichtigkeit davon wurde definitiv bestätigt. Das ist jetzt unsere Aufgabe: TechAtom muss so intuitiv wie möglich sein und wir müssen uns fragen, wie wir die Programmierung bestmöglich vermitteln. Viele Ideen dafür haben wir bereits. Und mit den Beobachtungen aus dem Test können wir noch besser einordnen, welche davon am vielversprechendsten sind.

Am Ende hat Johanna allen Kindern die Frage gestellt, ob sie TechAtom gerne zu Hause hätten. Die Antwort war in allen drei Fällen ein grundsätzliches "Ja". Als Produktentwickler ist das genau das, was wir uns erhofft haben. Wir sind sehr zuversichtlich, dass TechAtom zu einem guten Produkt werden kann, mit dem Kinder gerne spielen und Programmieren lernen.


Der UX-Test war eine schöne Bestätigung, dass wir an einem interessanten Produkt arbeiten. Für uns heißt es jetzt weitermachen. Dem ersten verkaufsfähigen Produkt sind wir jedenfalls näher als je zuvor. Falls ihr wissen möchtet, wie es weitergeht, meldet euch gerne zu unserem Newsletter an oder verfolgt unseren Blog.

Wir möchten uns ganz herzlich bei eparo für den Test und allen Teilnehmern für ihr Feedback bedanken. Ein besonderer Dank geht an Johanna für die gute Zusammenarbeit und den tollen Test.